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Ankommen und Alltag

Ankommen und Alltag in Polen

Nach den Behördengängen kommt das Einleben: PESEL, Bankkonto, Handytarif und ein paar Brocken Polnisch. Gezahlt wird in Złoty, der Alltag ist günstiger als in Deutschland und gut digitalisiert. Wie du in den ersten Wochen ankommst und Anschluss findest – in einem Land direkt vor der Haustür.

7 Min. Lesezeit · 🇵🇱 Polen

Ankommen und Alltag in Polen

Die Behördengänge sind erledigt – jetzt geht es ums echte Leben. Dieser Überblick hilft dir, in den ersten Wochen anzukommen und dich im polnischen Alltag zurechtzufinden.

Die ersten Schritte

Drei Dinge bringen dich schnell ins System: die PESEL-Nummer beim Gemeinde- oder Stadtamt, die Anmeldung deines Aufenthalts beim Woiwodschaftsamt und die Eröffnung eines polnischen Bankkontos. Die PESEL ist dabei der Schlüssel – ohne sie geht bei Arbeit, Gesundheit, Steuern und Konto fast nichts. Die Details findest du in den Kategorien „Anmeldung und Wohnsitz", „Gesundheit" und „Steuern und Finanzen".

Bankkonto, Handy und Internet

Ein Konto eröffnest du bei Banken wie PKO BP, Pekao, mBank, Santander oder ING – meist brauchst du Ausweis, Adresse und PESEL. Gezahlt wird in Złoty, kontaktlos und per Handy ist in Polen Standard und sehr verbreitet. Fürs Handy gibt es günstige Tarife bei Orange, Play, Plus oder T-Mobile, oft als unkomplizierte Prepaid-Karte. Die Netz- und Internetabdeckung ist gut, auch in vielen ländlichen Gegenden.

Die Sprache

Amtssprache ist Polnisch. In Städten und bei jüngeren Menschen kommst du oft mit Englisch weiter, und in Westpolen, nahe der deutschen Grenze, hilft mitunter auch Deutsch. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Grundlagen zu lernen – schon „dzień dobry" (guten Tag) und „dziękuję" (danke) öffnen Türen und werden geschätzt.

Lebenshaltung und Einkaufen

Polen ist günstiger als Deutschland, wobei Warschau und die großen Städte teurer sind als der Osten und die kleineren Orte. Eingekauft wird bei Ketten wie Biedronka, Lidl, Kaufland oder Carrefour, dazu kommen Wochenmärkte mit frischen, regionalen Produkten. Praktisch: Viele Geschäfte haben lange geöffnet, an den meisten Sonntagen bleiben sie allerdings geschlossen.

Unterwegs und Freizeit

Die Städte sind gut mit Bus, Straßenbahn und – in Warschau – der Metro erschlossen; zwischen den Städten verbindet die Bahn schnell und günstig. In der Freizeit locken die Ostsee im Norden, die Masurische Seenplatte, die Berge im Süden (Tatra, Riesengebirge) und lebendige Altstädte wie Krakau, Breslau und Danzig. Probier unbedingt die polnische Küche – etwa pierogi, die gefüllten Teigtaschen.

Leute kennenlernen

Polen wirken anfangs oft etwas zurückhaltend, sind aber herzlich und gastfreundlich, sobald man sich kennt. Anschluss findest du über die Arbeit, Vereine, Sport sowie über Expat- und Nachbarschaftsgruppen in den sozialen Medien. Wer offen auf Menschen zugeht und Interesse an Sprache und Kultur zeigt, wird schnell aufgenommen.

Alltag und Kultur

Polen ist ein traditionsbewusstes, mehrheitlich katholisch geprägtes Land – Feiertage und Familienfeste haben einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig sind die Städte modern, digital und jung. Das Land ist gut digitalisiert: Vieles, von Bankgeschäften bis zu Behördengängen, läuft bequem über Apps wie mObywatel.

Tipp

Gib dir Zeit. Die ersten Wochen sind voller Behörden und Neuem, doch das legt sich. Lern kontinuierlich ein wenig Polnisch, sag bei lokalen Festen und Märkten nicht nein, und nutze die zentrale Lage: Deutschland ist direkt nebenan, und auch Tschechien, die Slowakei und die Ostsee sind schnell erreicht.

Stand: 23.6.2026